narzissmus - maligner narzissmusdie opfer-mentalität der manipulativen narzissten

der narzisst als opfer - ein teil der manipulations-strategie der narzissten

um seine hinterlistige art nicht auffliegen zu lassen, bedient sich der maligne narzisst sehr gerne einer manipulativen strategie: der opfer-mentalität. das bedeutet im klartext: durch die abwesenheit von selbstreflexion und verantwortungsbewusstsein sieht sich der narzisst gerne als opfer gewisser umstände und lässt es jeden wissen. nichts fällt dem narzissten leichter, als verantwortung auf andere zu übertragen, um im umkehrschluss mit einer handvoll fadenscheiniger beweise zu untermauern, daß diese personen schuld an seinem leid sind.

durch seine grandiose persönlichkeit und seine vorgetäuschte aufopferungsgabe ist der narzisst konsequent im wissen, daß jeder, dem er etwas vermeintlich gutes tut, in seiner schuld steht. und in den meisten fällen ist es so, daß der narzisst bestimmt, wann es an der zeit ist, dinge einzufordern. ist das opfer des narzissten nicht jederzeit abrufbar und willens ihm sofort einen ausgleich für seine ach so guten taten zu erbringen, nimmt der narzisst sofort die opferrolle ein, da er merkt, daß sein eigentliches ziel und zulieferer von narzisstischer energie noch nicht komplett manipuliert und von ihm eingenommen ist.

die phase dieser eingenommenen opferrolle verläuft im ungefähren nach diesem schema: der narzisst ist gekränkt und fängt sofort an, die loyalität und teilweise auch menschlichkeit seines gegenübers in frage zu stellen. mit anschuldigungen und beschimpfungen versucht er sein narzisstisches opfer aus der reserve zu locken, da dieses sich in irgendeiner form rechtfertigen muss. der narzisst versucht schuldgefühle bei seinem opfer hervorzurufen - meistens mit erfolg. in dieser phase, die durchaus in einem narzisstischen wutanfall enden kann, da der narzisst sich in seinem sich selbst gegebenen recht dinge jederzeit einfordern zu können komplett missverstanden fühlt, gibt das opfer des lieben friedens willen ab einem gewissen punkt nach. fazit: der narzisst bekommt, was er möchte: narzisstische zufuhr durch das darstellen seiner überlegenheit und das daraus resultierende klein-beigebens seines opfers, sowie eine ideelle oder materielle sache, die er sich auf diese art "erkämpft" hat.
und auch dann gibt der narzisst nicht auf: er wird noch wochen, monate und vielleicht jahre später schlecht über diejenige person reden, von der er sich die erfüllung seines wunsches so hart erkämpfen musste.

der verlassene narzisst in der opferrolle

eines der klassischsten beispiele überhaupt: ein narzisst wurde von seinem partner verlassen. nicht, weil der partner irgendwann hinter die manipulative art des narzissten gekommen ist, ihn demaskiert hat und infolgedessen keinen bedarf mehr an einer beziehung mit jemanden der emotionale gewalt ausübt hat - nein, da müssen angeblich andere, bösartige mechanismen im gange sein.

einige maligne (bösartige), paranoide narzissten gehen in diesem fall noch einen schritt weiter: sie werden zum stalker. sie hacken sie sich in email-, facebook- und messenger-konten ihres ex-partners ein, um informationen über den grund der trennung und eventuelle widersacher herauszubekommen. schon der kleinste hinweis auf eine affäre oder ein chatlog mit jemandem, mit dem über die beziehung mit dem narzissten geredet wurde, lässt die bombe platzen und den narzissten in der gewissheit sein, konsequent hintergegangen worden zu sein. und auch hier wird der narzisst sein opfer zwingen, ihm rechenschaft zu liefern und nicht ruhen, bis seine paranoide opferrolle mit den antworten bestätigt wird, die er hören möchte. daß der narzisst und sein fortwährender emotionaler missbrauch während der partnerschaft der wahre grund für die trennung ist, wird vom narzissten dank mangelnder selbstreflexion nicht anerkannt oder gar akzeptiert.

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